Ja da schau her, wer heute auch schon 65 wird: das kleine Oskarchen. Da muss man doch, trotz oder grade wegen all der aktuellen Anfeindungen der allergiftigsten Art ("weglaufender Versager" usw.) einfach mal gratulieren. Und dem nachsaglich Schlimmdemagogen und Hitlerwiedergänger eine erfolgreiche Nachruhestandskarriere wünschen.
Übrigens war ja Helmut Schmidts Vergleich von Lafontaine mit Hitler und Le Pen auch nur eine (ganz langsam fahrende) Retourkutsche; schließlich hat ersterer schon 1982 so schön und richtig gesagt: "Helmut Schmidt spricht weiter von Pflichtgefühl, Berechenbarkeit, Machbarkeit, Standhaftigkeit. Das sind Sekundärtugenden. Ganz präzis gesagt: Damit kann man auch ein KZ betreiben."
Dienstag, 16. September 2008
Großes Thema momentan: die sexuelle Verwahrlosung unter Jugendlichen. Hier ein außergewöhnlich gut dokumentierter Fall:
Zu ähnlicher Problematik Britney aus Hellersdorf (neun Jahre und schon wieder schwanger): "Von wegen 'Kondome schützen'! Ich hab diesmal extra eins ohne Geschmack genommen, weil die besser sein sollen, und extra lange durchgekaut - aber wieder nix geholfen, fuck, ey!" Ein Satz mit gleich drei X - ach, diese Kinder...
Freitag, 12. September 2008
Jetzt habe ich die Ehre, ein brandneues Filmprojekt meines alten Kumpels, Kommiltonen und Mitsolaristen, des Philosophen, Verschwörungstheoretikers, Buchautors und Filmschaffenden Alexander Zeitloch vorzustellen.
Ich wünsche diebisches Vergnügen oder zumindest heillose Verwirrung : )
Sic transit gloria mundi?!?
Heute auch schon wieder 425 Jahre her: der olle Haudegen Jan III Sobieski zeigt den Türken vor Wien, wo´s langgeht (nämlich direkt retour nach Istanbul, pardon: Konstantinopel) - und was ist heute von ihm geblieben? `ne Filterkippe; n Schnappes; sowie natürlich nicht zu vergessen die Ururur(usw.)enkelin und Schauspielerin Leelee Sobieski - Liebhabenden des cineastischen Wohlgefühls sicher noch in lebhafter Erinnerung aus dem Vermächtnis des unvergesslichen Stanley Kubrick, Eyes wide shut...
(siehe hier, allerdings nur die erste Minute)
Donnerstag, 11. September 2008
Ἐν ἀρχῇ ἦν ὁ ζύθος bzw. für die Nicht-Gräzisten unter uns (gibt es etwa solche?): In principio erat cervisia. Ist ja irgendwie auch logisch, oder?
Ach, wie gerne hätte man da mal Mäuschen gespielt bei der Entstehung dieser steilen und doch so bestechenden Thesen vo(r)m Tresen...
Und von wegen, erst seit 1862.
Nachtrag: Mit Bier ist nicht zu spaßen, wie schon einige der Gesetze des Hammurabi (knapp 4.000 Jahre alt) illustrieren mögen:
* Die Wirtin, die sich ihr Bier nicht in Gerste, sondern in Silber bezahlen lässt, oder die minderwertiges Bier ausschänkt, wird ertränkt.
* Eine Priesterin, die ein Bierhaus aufsucht oder gar ein solches eröffnet, wird verbrannt.
* Die Wirtin, die in ihrer Gaststätte politische oder staatsgefährdende Diskussionen duldet, ohne die Gäste der Obrigkeit auszuliefern, wird getötet.
* Bierpanscher werden in ihren Fässern ertränkt oder so lange mit Bier vollgegossen, bis sie ersticken.
Wirtinnenverse der etwas anderen Art - offenbar war Bierausschank ursprünglich Frauensache.
Jetzt ist also wieder Jubiläum - gedenken wir also all derer, die am 11. September 2001 im und ums World Trade Center (und das Pentagon und auf dem Weg zum Weißen Haus) gefallen, verbrannt oder sonstwie zu Tode gekommen sind - einschließlich der findigen Flugzeugentführer, die aber - wie hier unten zu sehen ist - womöglich kurz vorher doch noch ganz andere Pläne hatten:
In Vergessenheit geraten sollte aber auch nicht der vor 35 Jahren dank tätiger Mithilfe der CIA erfolgte Militärputsch in Chile, dem etliche Tausend Menschen zum Opfer fielen, als einer der ersten der sozialistische und frei gewählte Präsident Salvador Allende.
Mittwoch, 10. September 2008
Dienstag, 9. September 2008
So ein Schwarzes Loch (hier in ca. 560.000facher Vergrößerung) sieht ja schon beängstigend aus - und ein solches könnte uns schon morgen alle verschlingen, wenn in bzw. rund um Genf der Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider (LHC), "die größte Maschine, die jemals gebaut wurde", an den Start geht - also: das Ende ist nahe (möglicherweise). Anlass genug, heute noch mal einen guten Tag zu haben, vielleicht ein paar langerträumte Exzesse auszuleben, seine Sachen ins Reine zu bringen... vielleicht auch nochmal einen guten Film anzuschauen, z.B. Apocalypse Now?
Schade nur, dass die Leute vom CERN nicht noch einen Tag warten wollen - der 11. September ist doch als Datum für Armageddon schon prima eingeführt und lässt sich somit viel besser merken.
Sonntag, 7. September 2008
Und weiter geht´s in die Verelendung und somit (hoffentlich) der (R)Evolution entgegen: ein Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts namens Straubhaar (nomen est omen) ist haarsträubenderweise für "weniger Hartz IV"; Spezialdemokrat, Volksverrat und Arbeitsministrat Scholz will schärfere Überprüfungen für die Almosenempfänger - beide offenbar in der Hoffnung, über die Suizidstatistik die Arbeitslosenzahlen und -ausgaben zu senken... vielleicht gibt´s aber auch bald endlich mal richtig die Fressen dick für solche Scheißbesserverdiener, denen ihr fettes Stück vom Kuchen immer noch nicht ausreicht!
SPD ("Wer hat uns verraten?") wie immer total daneben - der neueste Coup de Merde: Steinmeier wird SPD-Kanzlerkandidat! Jaja, dochdoch, wer hätte das gedacht?
Aber mal ehrlich: Wollt ihr den???
Diesen Stinkstiefel, der, während er den sympathischen Langbart Murat Kurnaz aus Bremen vier Jahre über die von den Kerkermeistern angebotene Freilassung hinaus in Guantánamo schmoren lässt, mit einem Rechtsradikalen schlechte Lieder rappt ("Deutschland" - na klar, was auch sonst?)
Es bleibt dabei: Deutschland muss sterben, damit wir leben können! (Aufgemerkt, nationalistische Nörgler: Diese Aussage ist Kunst im Sinne des Bundesverfassungsgerichts und somit vom Recht auf freie Meinungsäußerung mehr als gedeckt... : )
Nachtrag 20.15 Uhr: Ach Jottchen, jetzt ist Bussi-Beck* auch noch als SPD-Vorsitzender zurückgetreten, Stahlhelm-Münte sollet wieder machen - mal ehrlich, wen interessiert es eigentlich noch, was diese kleine Splitterpartei auf ihrem Weg in die absolute Bedeutungslosigkeit so alles an Unfug treibt? Da ist ja die Wiederholung einer uralten Lindenstraßen-Folge noch tausendmal spannender...
Immerhin, für die ARD (sozusagen die SPD unter den Sendern - hihi) ruft das ganze Possen-/Trauerspiel nach einem sogenannten, wohl solidarisch gemeinten "Brennpunkt".
* "Waschen und rasieren Sie sich mal, dann finden Sie auch einen neuen Job!"