Donnerstag, 18. September 2008

Zwei Meldungen aus der SZ von heute: die erste auf dem Titelblatt, Rettungsaktion mit 85 000 000 000 Dollar, berichtet über die sich weiter hinziehende weltweite "Finanzkrise"; die zweite auf Seite 10, Das Kapital, erzählt dagegen von einem findigen spanischen Autonomen, der u.a. mit "einem Drucker, einem Kopierapparat, einer Schere und Tesafilm" verschiedenen Banken insgesamt 492 000 Euronen abgeluchst hat - die er jetzt zur Finanzierung einer gratis zu verteilenden Broschüre mit Tipps, "um die Wirtschaftsturbulenzen zu überleben", verwendet hat.
Der Unterschied? Während die Milliardenverzocker - so sie denn ihre hochdotierten Pöstchen nach dem Debakel jetzt räumen müssen sollten - mit fetten Abfindungen á la Ackermann rechnen dürfen, drohen dem uneigennützigen Spanier bis zu sechs Jahre Haft.
Claro que si: ¡Éste es el peor de los mundos posibles!

Kommentare:

Königin der Nacht hat gesagt…

Schuld an "el peor de los mundos posibles" ist der blöde Adam. Wenn er nicht so dumm wäre, und von dem Apfel nicht gegessen hätte, lebten wir jetzt in dem Garten Eden.

etc. pp hat gesagt…

Naja, Moment - war da nicht Eva federführend dran beteiligt?
Denn wie heißt es bei 1.Mose 3,6:
"Da sah die Frau, dass es köstlich wäre, von dem Baum zu essen, dass der Baum eine Augenweide war und dazu verlockte, klug zu werden. Sie nahm von seinen Früchten und aß; sie gab auch ihrem Mann, der bei ihr war, und auch er aß"...
Also: NICHT an allem sind die Männer schuld ; )

Holztafel hat gesagt…

Sebstverständlich wollte die Eva bewußt von dem Baum essen, weil ihr den Garten Eden mit der Zeit zu langweilig würde.
Aber die Evas dieser Welt klagen nicht "el peor de los mundos posibles", weil uns die Freiheit wichtiger ist, als aller anders.