Übrigens: am Samstagmorgen fährt sich Jörg Haider in einem VW Phaeton ins Abseits; heute meldet die SZ, dass von allen 30 DAX-Werten im laufenden Jahr nur ein einziger Plus gemacht habe, nämlich VW (und das gleich um sagenhafte, um nicht zu sagen obszöne 119,1%) - ob da nicht am Ende wieder der olle Weltgeist die Hand im Spiel hatte? ; )
Nachtrag 15.10.2008: ...und ihn besoffen gemacht hat (immerhin 1,8 Promille)?
Montag, 13. Oktober 2008
Sonntag, 12. Oktober 2008
Ja, die Sau ist tot - und schon wird in diversen Foren der "israelische Geheimdienst Mossad" als Urheber gemutmaßt und denen, die womöglich gar nicht so traurig sind, ein "dreckiger Charakter" attestiert und gewünscht, man möge sie "tottreten" - nun ja, an ihren Freunden sollt ihr sie erkennen. (Jean-Marie Le Pen und Andrea Mussolini kommen übrigens auch zur Grablege...)
Derweil haben sich bereits weit über 6.000 Leute in das Kondolenzbuch hinein erleichtert - ob die auch alle von dem gut begründeten Gerücht wussten, dass der Kärntner Landeshauptsaubermann womöglich stockschwul war? Nun, das hat ja unter Rechtsradikalen gewissermaßen Tradition - man denke an Ernst Röhm, Michael Kühnen, Pim Fortuyn - und auch beim alten Führer selig höchstselber gab es da ja gewisse Verdachtsmomente...
Nachtrag vom 21.10.2008: Mittlerweile ist die Herrenreiter-Theorie offenbar allgemein akzeptiert... ; )
Samstag, 4. Oktober 2008
Absolut schleierhaft ist mir, wieso dieser komplett uncharmante, unsympathische und humorlose Sexist Mario Barth mit seinen dämlichen, selbstgefälligen und uralten Herrenwitzen nicht nur schon im Jahre 2004 beim offenbar von allen guten Geistern verlassenen Langenscheidt-Verlag ein "Wörterbuch" unter dem programmatischen Titel Frau-Deutsch/Deutsch-Frau verbrechen durfte, sondern auch dem Vernehmen nach (und gerade auf RTL standesgemäß zu bestaunen) vor 70.000 Leuten im Berliner Olympiastadion aufgetreten ist und damit einen "Weltrekord" aufgestellt hat - ein weiterer Beweis für die ebenfalls rekordverdächtige Schlechtigkeit der Welt und die Dummheit der Leute, wenn ihr mich fragt (was ja aber leider keiner tut).
Mittwoch, 24. September 2008
Für Freunde des etwas derberen Humors, die den Hip-Hop-Baby-Kick schon kennen - wie sieht´s denn hiermit aus?
Sapperlot! Wie man da so manchmal vom Hölzken aufs Stöxken kütt beim frühmorgendlichen Wikipeditieren - als ich eben wie gewohnt meine Zeitung aus dem Treppenhaus holen wollte und zu meiner Bestürzung feststellen musste, dass ich offenbar vergessen hatte, mein übliches 14-Tage-Gratisabo unter wechselnden Phantasienamen zu verlängern, begab ich mich flugs online, um den Nachrichten-Entzugserscheinungen vorzubeugen; und was konnte ich da auf der Wikipedia-Startseite lesen? Am 24. September 768 (auch schon ein feistes Weilchen her) kam Pippin der Kurze ums Leben, seines Zeichens fränkischer Hausmeier (nicht etwa "Truchsess" - mein persönliches Lieblingsamt nach "Mundschenk") und Inhaber eines sehr lustigen Namens, der mich spontan (und fälschlicherweise) an Hergés Tim und Struppi erinnerte; es stellte sich aber immerhin heraus, dass der unsägliche Rolf Kauka (verbrach u.a. den peinlichen Disney-Abklatsch "Fix & Foxi" und die deutschnationale Asterix-Übersetzung "Siggi und Babarras") ein läppisches und zum Glück kurzlebiges Comic namens Pippin verantwortete; die weitere ziellose Recherche ergab, dass es im Umkreis der Pippiniden (hihi) auch einen Merowingerkönig Dagobert gab, was mir sogleich mein großes Idol Donald Duck vors geistige Auge rief...
Nicht verschwiegen werden soll hier aber, dass außer dem verabscheuungswürdigen Rolf Kauka auch die Helden meiner Jugend Hergé (man vergleiche nur die antikommunistischen und rassistischen Machwerke "Tim bei den Sowjets" und "Tim im Kongo") und Walt Disney (war u.a. mit dem notorischen Antisemiten Charles Lindbergh im "America First Committee" und hat in den 50ern fleißig angebliche Antiamerikaner unter seinen Kollegen und Untergebenen an den McCarthy-Ausschuss verpetzt) zumindest zeitweise ziemlich miese rechtsradikale Arschgeigen waren!
Dagegen dürfen die seinerzeit nicht ganz so verehrten, aber durchaus wohlgelittenen Jugendkulturschaffenden Astrid Lindgren ("Pippi Langstrumpf") und Marius Müller-Westernhagen ("Pipi ist kein Name - und auch kein Getränk") zu den eher linksliberalen Zeitgenossen gerechnet werden.
Montag, 22. September 2008
Eisbärbabyhysterie reloaded? Nachdem Knut, im Frühling 2007 absoluter Superstar, dem Knuddelalter glücklich entwachsen ist, und auch 2008-Nachfolgerin Flocke offenbar ihre besten Merchandising-Tage hinter sich hat, droht nun eine neue Kitschwelle: Knuts Ex-Pfleger Thomas Dörflein wurde heute mittag tot aufgefunden - eine Spätfolge der Knut-Mania womöglich?
Bemerkens- und auch bedenkenswert jedenfalls, dass alle drei ihren eigenen Wikipedia-Eintrag haben... und wer sich traut, "Knut" mal bei YouTube einzugeben, findet sich einer Unzahl von Knut-Songs (vom Techno bis zur Holland-Polka) ausgeliefert.
Also, auch wenn der jüngst Verblichene nichts für den ganzen Kappes konnte: hier eine kleine Erinnerung an den wohl beknacktesten Medienhype überhaupt.
Donnerstag, 11. September 2008
Ἐν ἀρχῇ ἦν ὁ ζύθος bzw. für die Nicht-Gräzisten unter uns (gibt es etwa solche?): In principio erat cervisia. Ist ja irgendwie auch logisch, oder?
Ach, wie gerne hätte man da mal Mäuschen gespielt bei der Entstehung dieser steilen und doch so bestechenden Thesen vo(r)m Tresen...
Und von wegen, erst seit 1862.
Nachtrag: Mit Bier ist nicht zu spaßen, wie schon einige der Gesetze des Hammurabi (knapp 4.000 Jahre alt) illustrieren mögen:
* Die Wirtin, die sich ihr Bier nicht in Gerste, sondern in Silber bezahlen lässt, oder die minderwertiges Bier ausschänkt, wird ertränkt.
* Eine Priesterin, die ein Bierhaus aufsucht oder gar ein solches eröffnet, wird verbrannt.
* Die Wirtin, die in ihrer Gaststätte politische oder staatsgefährdende Diskussionen duldet, ohne die Gäste der Obrigkeit auszuliefern, wird getötet.
* Bierpanscher werden in ihren Fässern ertränkt oder so lange mit Bier vollgegossen, bis sie ersticken.
Wirtinnenverse der etwas anderen Art - offenbar war Bierausschank ursprünglich Frauensache.
Mittwoch, 10. September 2008
Dienstag, 9. September 2008
So ein Schwarzes Loch (hier in ca. 560.000facher Vergrößerung) sieht ja schon beängstigend aus - und ein solches könnte uns schon morgen alle verschlingen, wenn in bzw. rund um Genf der Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider (LHC), "die größte Maschine, die jemals gebaut wurde", an den Start geht - also: das Ende ist nahe (möglicherweise). Anlass genug, heute noch mal einen guten Tag zu haben, vielleicht ein paar langerträumte Exzesse auszuleben, seine Sachen ins Reine zu bringen... vielleicht auch nochmal einen guten Film anzuschauen, z.B. Apocalypse Now?
Schade nur, dass die Leute vom CERN nicht noch einen Tag warten wollen - der 11. September ist doch als Datum für Armageddon schon prima eingeführt und lässt sich somit viel besser merken.
Samstag, 6. September 2008
So eine Professur für Wirtschaft macht sich schon mal bezahlt: da kommt man locker auch schon mit 132 Euronen im Monat aus! Freilich: Bei einem Euro pro Monat für Freizeit, Unterhaltung und Kultur muss man schon scharf überlegen, ob man lieber einmal im Jahr ins Kino geht oder sich doch lieber gleich zweimal eine Zeitschrift kauft, aber als Wirtschaftsprofessor hat man ja bestimmt noch besseres zu tun, vielleicht leistet man sich sogar hin und wieder eine Fotokopie in der Uni-Bibliothek? Und sonst sind ja auch gelegentliche Bummel über den örtlichen Sperrmüll ein sinnvoller und abwechslungsreicher Zeitvertreib, um beispielsweise sein Mobiliar oder sein Schuhwerk zu komplettieren...
Ach ja: Wer den findigen Professor zu seinen Erkenntnissen beglückwünschen oder befragen möchte (beispielsweise, wo er ein Kilo Brot für 50 Cent einkauft), kann ihm eine Mail schicken unter finance@wirtschaft.tu-chemnitz.de und/oder auch F.Thiessen@wirtschaft.tu-chemnitz.de.
Mittwoch, 3. September 2008
Sextouristen aufgepasst: Bangkok im Ausnahmezustand - ojemine! Phuket etwa auch? Und Pattaya? Was ist bloß los mit den sonst so zuvorkommenden ThailänderInnen? Die Lage ist ziemlich unübersichtlich; Rechtsradikale gerieren sich als Speerspitze der Demokratie - wo sollen wir denn jetzt demnächst bloß Urlaub machen?
Lasset uns hoffen, dass sich demnächst der Allererhabenste höchstselbst einschaltet - denn: "Sie ham nen knall-rosa Bhumibol..."
Mittwoch, 27. August 2008
Mir wurde nahegelegt, heute zum 238. Geburtstag von Georg Wilhelm Friedrich Hegel etwas zu schreiben, was ich hiermit gerne tue.
Wie man hier links sehen kann, war der Mann um einiges hässlicher als sein (weiter unten, am 20. Juli 2008, bereits abgebildeter und gewürdigter) Kollege bzw. Intimfeind Arthur Schopenhauer, welcher seiner Abneigung u.a. dadurch zum Ausdruck verhalf, dass er seinerzeit an der Berliner Uni seine Vorlesungen gleichzeitig mit denen Hegels ansetzte, was sich allerdings als Eigentor herausstellen sollte. Dafür hielt er sich mit glänzend übler Nachrede schadlos:
Hegel, ein platter, geistloser, ekelhaft-widerlicher, unwissender Scharlatan, der, mit beispielloser Frechheit, Aberwitz und Unsinn zusammenschmierte, welche von seinen feilen Anhängern als unsterbliche Weisheit ausposaunt und von Dummköpfen richtig dafür genommen wurden...hat den Verderb einer ganzen gelehrten Generation zur Folge.
Oder hier, auch nicht schlecht gegeben:
Jedoch die größte Frechheit im Auftischen baaren Unsinns, im Zusammenschmieren sinnleerer, rasender Wortgeflechte, wie man sie bis dahin nur in Tollhäusern vernommen hatte, trat endlich im Hegel auf und wurde das Werkzeug der plumpesten allgemeinen Mystifikation, die je gewesen, mit einem Erfolg, welcher der Nachwelt fabelhaft erscheint und ein Denkmal Deutscher Niaserie bleiben wird.
("Niaserie", so ließ sich ergoogeln, bedeutet übrigens "Albernheit" bzw. "Unerfahrenheit eines Nestvogels" - wieder was gelernt...)
Aber immerhin: Karl Marx wurde von Hegel nachhaltig geprägt - das muss man dem alten Knaben dann doch zugute halten. Also hier ein kleines Paradestück deutscher (und griechischer) Philosophie, in dem alle drei Genannte (und nicht nur sie) vorkommen:
Montag, 4. August 2008
Auch ich habe mich ja schon so manches Mal in öffentlichen Verkehrsmiteln über so einiges sehr geärgert und auch schon so manchem haarsträubenden Geschehnis beiwohnen müssen (meist im Zusammenhang mit diesen unsäglichen Zivilschnüfflern und ihren oft völlig überzogenen Gestapo-Methoden) - aber bei dieser Story zog es mir dann doch ein bissken die Schuhe aus.
Aber komme jetzt bitte keiner - bloß weil der Messermann Vince Weiguang Li heißt - mit blöden Witzen darüber, was Chinesen so alles verspeisen in der Not oder auch ohne. Viel bedeutsamer scheint mir in diesem Zusammenhang, dass der Verirrte bei McDonalds gearbeitet hat...
Donnerstag, 31. Juli 2008
Sonntag, 27. Juli 2008
Was ist denn jetzt los?!? Ein unbescholtener Bürger aus Milwaukee/Wisconsin/USA nimmt sich sein verfassungsmäßig verbrieftes Recht heraus, auf seinem eigenen(!) Grund und Boden mit seiner eigenen(!!) Knarre auf seinen eigenen(!!!) widerspenstigen Rasenmäher (wohlgemerkt: eine Maschine, kein gedungener Handlanger) das Feuer zu eröffnen - und wird dafür vom örtlichen Sheriff und dessen Mischpoke festgenommen???? Weil er - aha, jetzt kommt´s - einen "betrunkenen Eindruck" gemacht habe?
Naja, das ist in God´s Own Country - wo Führer- und Waffenschein locker mit 16, das Recht auf Alkoholverzehr aber meist erst ab 21 gewährt werden - allemal das noch größere Verbrechen... (nur mal zum Vergleich das hier).
Ach ja, und ein schönes Lied zu einem weniger schönen Anlass.
Sonntag, 20. Juli 2008
Wäre vielleicht auch mal ein schönes Thema für eine Umfrage: wer ist wohl dieser sympathische ältere Herr, der uns da wie eine leibhaftige Kreuzung aus Micky Maus und Dagobert Duck entgegengrient? Jedenfalls wird ihm das folgende, hier glänzend passende Zitat nachgerühmt: "Nun ist diese Welt so eingerichtet, wie sie sein mußte, um mit genauer Not bestehen zu können. Wäre sie aber noch ein wenig schlechter, so könnte sie schon nicht mehr bestehen."
Donnerstag, 17. Juli 2008
In Anbetracht des bevorstehenden Wochenendes (das für uns Hartzis und Solaristen ja meist - nur eben nicht diese Woche - schon am Mittwoch beginnt) und in Anbetracht des weiterhin bedenklich ansteigenden Alkoholmissbrauchs nicht nur hierzulande und nicht nur unter Jugendlichen; sowie um einer bösen Stimme Einhalt zu gebieten, die die hier bislang zu lesenden Ergüsse als zu intellell empfand - nehmt das:
Und zur literarischen Vertiefung sei noch das wirklich gute Buch Alk von Simon Borowiak empfohlen.
Ich bitte übrigens auch um freundliche Beachtung der rechts nebenstehenden brandheißen Umfrage (ausnahmsweise einmal nicht von infratest in Auftrag gegeben) - und rege Teilnahme selbstredend.
Montag, 14. Juli 2008
Ja ja, das Sommerloch - eigentlich sollte hier der Bericht zur Großen Kirmes-Eröffnung am Samstag unter besonderer Berücksichtigung der Nichtrauchendenschutzproblematik zu stehen kommen, aber unerklärlicherweise haben sich die Erinnerungen des designierten Rezensenten als eine amorphe Ansammlung von Filmrissen entpuppt, so dass die diesbezügliche Berichterstattung bis auf weiteres entfällt.
Wer jetzt schon mehr wissen will, möge sich vor Ort schlau machen, aber bitte NICHT bei den Schmieranten von RP online.
