Montag, 22. September 2008

In Ermangelung eines ausdrucksstarken Bildes: Christoph Maria Herbst alias StrombergJetzt steht es auch im Kalender: heut beginnt der Herbst - und das Wintersemester an der Fachhochschule, und die Sanierung der "sich derzeit in einem katastrophalen Zustand befindliche[n] hofseitige[n] Auss[sic!]enanlage" hinter meiner Loggia (durch das hier zitierte Anschreiben der "Objekt[=Haus]verwaltung" habe ich jetzt immerhin erfahren, wie dieses seltsame Mittelding zwischen Terrasse und Erdgeschossbalkon offiziell benamst ist) - sprich: eine Fachfirma wird anrücken und wahrscheinlich unter unbeschreiblichem Getöse alles dort Grünende bzw. jetzt auch schon Welkende gnadenlos plattmachen, mir dabei schamlos ins dann seinem Zweck entfremdete Schlafzimmer linsen, und später dann die entstandene Brache mit "kleinbleibenden Bodendeckern" bepflanzen...
Grund genug, der unausweichlichen Depression darüber im besonderen und der Schlechtigkeit der Welt im allgemeinen einen sogenannten Herbstspruch zu widmen - allein schon, um dem linguistischen Kuriosum zu huldigen, dass in diesem Wort sowohl orthographisch als auch phonetisch, also sage und schreibe, sieben(!) Konsonanten aufeinander folgen, was so eine Art Weltrekord darstellt - nun denn, hier der gute alte Dieter Hildebrandt aus seinem Schlesischen Jahreszeiten-Zyklus:
Wenn Du und das Laub wird älter
Und du merkst, die Luft wird kälter
Und du fiehlst, dass du bald sterbst
Dann is Herbst.

Naja - ist zwar nicht Rilke, dafür aber: kurz!
In diesem Sinne - und noch ein Selbstgedichtetes aus dem "Herbst des Lebens" hinterher:
Einst hieß ich auch "der Listenreiche"
heut meist nur noch "die Pistenleiche".

Freitag, 19. September 2008

Das klingt aber wirklich lecker: ein Rezept für Huhn Biryani, wie ich es eben bei Axel Hacke im SZ-Magazin (38/2008, S.46) wiedergegeben vorfand:
Safran und Milch in einer kleinen Schüssel und Hitze des Mähdreschers für 30 Sekunden auf HÖHE. Verlassen Sie, um hineinzugießen. Waschen Sie den Reis bis das Wasser läuft klar und verläßt zum Abfluß. Heizen Sie einen brünierenden Teller anordnungsgemäß des Herstellers. Wenn heiß, schmelzen Sie die Butter und brünieren Sie die Zwiebeln für I Minute auf HÖHE. Addieren Sie die sultanas/golden Rosinen und die Mandeln und das Braun 2 Minuten auf HÖHE. Fügen Sie den Koriander, der Ingwer und der Zimt und der Koch für 1 Minute auf HÖHE hinzu. Kombinieren Sie Reis mit den Zwiebeln, sultanas/golden Rosinen und würzt ina großen Kasserolleteller. Fügen Sie Huhn, Schnitt in kleine Stücke, Lorbeerblatt, Nelken und Kardamompflanzehülse hinzu. Gießen Sie über den Huhnvorrat, bedecken Sie und kochen Sie für 10 Minuten auf HÖHE. Kochen Sie Minuten eines zusätzliche Li auf MITTLEREM HOHEM oder 20 Minuten auf MITTEL. Fügen Sie die Erbsen dem Kasserolleteller hinzu und mischen Sie die Safranmilch mit rose Wasser, beim Verwenden. Nieseln Sie über der Oberseite des Reises und kochen Sie weitere 4-5 Minuten auf HÖHE. Verlassen Sie zum Standplatz für 5 Minuten, bevor Sie dienen. Schmücken Sie mit Korianderblättern, wenn Sie gewünscht werden.
Viel Spaß beim Nachkochen und Guten Appetit.

Hübsch anzusehen, und...Hmmmm - lecker!!!Hinaus ins Freie: die Pilzsaison ist eröffnet... : )

Donnerstag, 18. September 2008

Zwei Meldungen aus der SZ von heute: die erste auf dem Titelblatt, Rettungsaktion mit 85 000 000 000 Dollar, berichtet über die sich weiter hinziehende weltweite "Finanzkrise"; die zweite auf Seite 10, Das Kapital, erzählt dagegen von einem findigen spanischen Autonomen, der u.a. mit "einem Drucker, einem Kopierapparat, einer Schere und Tesafilm" verschiedenen Banken insgesamt 492 000 Euronen abgeluchst hat - die er jetzt zur Finanzierung einer gratis zu verteilenden Broschüre mit Tipps, "um die Wirtschaftsturbulenzen zu überleben", verwendet hat.
Der Unterschied? Während die Milliardenverzocker - so sie denn ihre hochdotierten Pöstchen nach dem Debakel jetzt räumen müssen sollten - mit fetten Abfindungen á la Ackermann rechnen dürfen, drohen dem uneigennützigen Spanier bis zu sechs Jahre Haft.
Claro que si: ¡Éste es el peor de los mundos posibles!

Mittwoch, 17. September 2008

Heute mal nur dieses:

- ॐ मणिपद्मे हूँ

(Aus Freude am Font...)

Dienstag, 16. September 2008

Ein Arschloch der besonders widerwärtigen Art: der ZDF-Geschichtenerzähler Guido "Bleiben Sie uns treu" Knopp, der heute abend zur "besten" Sendezeit ausnahmsweise mal kein Hitler-Biopic servierte - nach u.a. den Serien
"Hitler - Eine Bilanz" (6 Folgen),
"Hitlers Helfer" I & II (12 Folgen),
"Hitlers Krieger" (6 Folgen),
"Hitlers Frauen" (6 Folgen),
aber natürlich auch (denn - s.o. - seine Ehre heißt Treue)
"Hitlers Angriff auf Europa",
"Bis zum bitteren Ende" (6 Folgen; Folge 3: "Die Russen kommen"),
"Holokaust" (6 Folgen),
"Die Wehrmacht" (5 Folgen),
"Sie wollten Hitler töten" (Nanu? Nur 4 Folgen?!)
usw.usf. - sondern stattdessen die lehrreiche Sendung präsentierte: Wie wird man Milliardär?
Und da hieß es natürlich in gewohnt gutgelaunt-jovialem Ton, es sei doch so grundsympathischen Selfmade-Men wie Donald Trump, Roman Abramowitsch und Silvio Berlusconi auf jeden Fall zu gönnen, wenn sie mal wieder ein paar tausend Millionen Dollarchen für Privatinseln, Luxusyachten oder alte/neue Frauen raushauen...
Kurzum: auch wieder ein erzrechter Scheißdreck und fast noch mehr zum Kotzen als die sonstige braune Soße aus leicht kritisch aus dem Off besäuselten Wehrmachtsberichten und Großdeutschen Wochenschauen.
Also: nächstens bitte wieder so bewährte und gerngesehene Formate wie "Hitlers Hunde", "Hitlers Hosen", "Hitlers Hoden" usw.

AllerherzlichstenJa da schau her, wer heute auch schon 65 wird: das kleine Oskarchen. Da muss man doch, trotz oder grade wegen all der aktuellen Anfeindungen der allergiftigsten Art ("weglaufender Versager" usw.) einfach mal gratulieren. Und dem nachsaglich Schlimmdemagogen und Hitlerwiedergänger eine erfolgreiche Nachruhestandskarriere wünschen.

Übrigens war ja Helmut Schmidts Vergleich von Lafontaine mit Hitler und Le Pen auch nur eine (ganz langsam fahrende) Retourkutsche; schließlich hat ersterer schon 1982 so schön und richtig gesagt: "Helmut Schmidt spricht weiter von Pflichtgefühl, Berechenbarkeit, Machbarkeit, Standhaftigkeit. Das sind Sekundärtugenden. Ganz präzis gesagt: Damit kann man auch ein KZ betreiben."

Großes Thema momentan: die sexuelle Verwahrlosung unter Jugendlichen. Hier ein außergewöhnlich gut dokumentierter Fall:

Zu ähnlicher Problematik Britney aus Hellersdorf (neun Jahre und schon wieder schwanger): "Von wegen 'Kondome schützen'! Ich hab diesmal extra eins ohne Geschmack genommen, weil die besser sein sollen, und extra lange durchgekaut - aber wieder nix geholfen, fuck, ey!" Ein Satz mit gleich drei X - ach, diese Kinder...

Freitag, 12. September 2008

Jetzt habe ich die Ehre, ein brandneues Filmprojekt meines alten Kumpels, Kommiltonen und Mitsolaristen, des Philosophen, Verschwörungstheoretikers, Buchautors und Filmschaffenden Alexander Zeitloch vorzustellen.
Ich wünsche diebisches Vergnügen oder zumindest heillose Verwirrung : )

Hatte was gegen Osmanen, der alte PolackeSic transit gloria mundi?!?
Heute auch schon wieder 425 Jahre her: der olle Haudegen Jan III Sobieski zeigt den Türken vor Wien, wo´s langgeht (nämlich direkt retour nach Istanbul, pardon: Konstantinopel) - und was ist heute von ihm geblieben? `ne Filterkippe; n Schnappes; sowie natürlich nicht zu vergessen die Ururur(usw.)enkelin und Schauspielerin Leelee Sobieski - Liebhabenden des cineastischen Wohlgefühls sicher noch in lebhafter Erinnerung aus dem Vermächtnis des unvergesslichen Stanley Kubrick, Eyes wide shut...
(siehe hier, allerdings nur die erste Minute)