Donnerstag, 11. September 2008

Gut, dass es Dich gibt...Ἐν ἀρχῇ ἦν ὁ ζύθος bzw. für die Nicht-Gräzisten unter uns (gibt es etwa solche?): In principio erat cervisia. Ist ja irgendwie auch logisch, oder?
Ach, wie gerne hätte man da mal Mäuschen gespielt bei der Entstehung dieser steilen und doch so bestechenden Thesen vo(r)m Tresen...
Und von wegen, erst seit 1862.

Nachtrag: Mit Bier ist nicht zu spaßen, wie schon einige der Gesetze des Hammurabi (knapp 4.000 Jahre alt) illustrieren mögen:
* Die Wirtin, die sich ihr Bier nicht in Gerste, sondern in Silber bezahlen lässt, oder die minderwertiges Bier ausschänkt, wird ertränkt.
* Eine Priesterin, die ein Bierhaus aufsucht oder gar ein solches eröffnet, wird verbrannt.
* Die Wirtin, die in ihrer Gaststätte politische oder staatsgefährdende Diskussionen duldet, ohne die Gäste der Obrigkeit auszuliefern, wird getötet.
* Bierpanscher werden in ihren Fässern ertränkt oder so lange mit Bier vollgegossen, bis sie ersticken.

Wirtinnenverse der etwas anderen Art - offenbar war Bierausschank ursprünglich Frauensache.

Jetzt ist also wieder Jubiläum - gedenken wir also all derer, die am 11. September 2001 im und ums World Trade Center (und das Pentagon und auf dem Weg zum Weißen Haus) gefallen, verbrannt oder sonstwie zu Tode gekommen sind - einschließlich der findigen Flugzeugentführer, die aber - wie hier unten zu sehen ist - womöglich kurz vorher doch noch ganz andere Pläne hatten:


In Vergessenheit geraten sollte aber auch nicht der vor 35 Jahren dank tätiger Mithilfe der CIA erfolgte Militärputsch in Chile, dem etliche Tausend Menschen zum Opfer fielen, als einer der ersten der sozialistische und frei gewählte Präsident Salvador Allende.

Mittwoch, 10. September 2008

Wie jetzt - doch kein Weltuntergang? Schöne Scheiße! Da hab ich gestern noch meine komplette Kohle verjückelt, und nu? Knietief im Dispo...

Dienstag, 9. September 2008

Black HoleSo ein Schwarzes Loch (hier in ca. 560.000facher Vergrößerung) sieht ja schon beängstigend aus - und ein solches könnte uns schon morgen alle verschlingen, wenn in bzw. rund um Genf der Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider (LHC), "die größte Maschine, die jemals gebaut wurde", an den Start geht - also: das Ende ist nahe (möglicherweise). Anlass genug, heute noch mal einen guten Tag zu haben, vielleicht ein paar langerträumte Exzesse auszuleben, seine Sachen ins Reine zu bringen... vielleicht auch nochmal einen guten Film anzuschauen, z.B. Apocalypse Now?
Schade nur, dass die Leute vom CERN nicht noch einen Tag warten wollen - der 11. September ist doch als Datum für Armageddon schon prima eingeführt und lässt sich somit viel besser merken.

Sonntag, 7. September 2008

Avanti popoloUnd weiter geht´s in die Verelendung und somit (hoffentlich) der (R)Evolution entgegen: ein Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts namens Straubhaar (nomen est omen) ist haarsträubenderweise für "weniger Hartz IV"; Spezialdemokrat, Volksverrat und Arbeitsministrat Scholz will schärfere Überprüfungen für die Almosenempfänger - beide offenbar in der Hoffnung, über die Suizidstatistik die Arbeitslosenzahlen und -ausgaben zu senken... vielleicht gibt´s aber auch bald endlich mal richtig die Fressen dick für solche Scheißbesserverdiener, denen ihr fettes Stück vom Kuchen immer noch nicht ausreicht!

Was für ein Riesen-Arschloch!!!SPD ("Wer hat uns verraten?") wie immer total daneben - der neueste Coup de Merde: Steinmeier wird SPD-Kanzlerkandidat! Jaja, dochdoch, wer hätte das gedacht?
Aber mal ehrlich: Wollt ihr den???
Diesen Stinkstiefel, der, während er den sympathischen Langbart Murat Kurnaz aus Bremen vier Jahre über die von den Kerkermeistern angebotene Freilassung hinaus in Guantánamo schmoren lässt, mit einem Rechtsradikalen schlechte Lieder rappt ("Deutschland" - na klar, was auch sonst?)
Es bleibt dabei: Deutschland muss sterben, damit wir leben können! (Aufgemerkt, nationalistische Nörgler: Diese Aussage ist Kunst im Sinne des Bundesverfassungsgerichts und somit vom Recht auf freie Meinungsäußerung mehr als gedeckt... : )

Nachtrag 20.15 Uhr: Ach Jottchen, jetzt ist Bussi-Beck* auch noch als SPD-Vorsitzender zurückgetreten, Stahlhelm-Münte sollet wieder machen - mal ehrlich, wen interessiert es eigentlich noch, was diese kleine Splitterpartei auf ihrem Weg in die absolute Bedeutungslosigkeit so alles an Unfug treibt? Da ist ja die Wiederholung einer uralten Lindenstraßen-Folge noch tausendmal spannender...
Immerhin, für die ARD (sozusagen die SPD unter den Sendern - hihi) ruft das ganze Possen-/Trauerspiel nach einem sogenannten, wohl solidarisch gemeinten "Brennpunkt".
* "Waschen und rasieren Sie sich mal, dann finden Sie auch einen neuen Job!"

Samstag, 6. September 2008

So eine Professur für Wirtschaft macht sich schon mal bezahlt: da kommt man locker auch schon mit 132 Euronen im Monat aus! Freilich: Bei einem Euro pro Monat für Freizeit, Unterhaltung und Kultur muss man schon scharf überlegen, ob man lieber einmal im Jahr ins Kino geht oder sich doch lieber gleich zweimal eine Zeitschrift kauft, aber als Wirtschaftsprofessor hat man ja bestimmt noch besseres zu tun, vielleicht leistet man sich sogar hin und wieder eine Fotokopie in der Uni-Bibliothek? Und sonst sind ja auch gelegentliche Bummel über den örtlichen Sperrmüll ein sinnvoller und abwechslungsreicher Zeitvertreib, um beispielsweise sein Mobiliar oder sein Schuhwerk zu komplettieren...


Ach ja: Wer den findigen Professor zu seinen Erkenntnissen beglückwünschen oder befragen möchte (beispielsweise, wo er ein Kilo Brot für 50 Cent einkauft), kann ihm eine Mail schicken unter finance@wirtschaft.tu-chemnitz.de und/oder auch F.Thiessen@wirtschaft.tu-chemnitz.de.

Mittwoch, 3. September 2008

Totschick, so ein König...Sextouristen aufgepasst: Bangkok im Ausnahmezustand - ojemine! Phuket etwa auch? Und Pattaya? Was ist bloß los mit den sonst so zuvorkommenden ThailänderInnen? Die Lage ist ziemlich unübersichtlich; Rechtsradikale gerieren sich als Speerspitze der Demokratie - wo sollen wir denn jetzt demnächst bloß Urlaub machen?
Lasset uns hoffen, dass sich demnächst der Allererhabenste höchstselbst einschaltet - denn: "Sie ham nen knall-rosa Bhumibol..."

Dienstag, 2. September 2008

Rechtzeitig zum 69. Jahrestag hieß es gestern sinngemäß: "Seit 5:45 Uhr wird jetzt zurückgeschissen" bzw. zurückgefragt! Der Einbürgerungstest nach dem allseits beliebten Multiple-Choice-Verfahren bringt bei erfolgreicher Teilnahme allerdings keine Millionen, sondern allenfalls nen deutschen Pass und kostet auch erstmal 25 Ohren; Joker gibt´s leider auch keine...

Und hier eine erste Kotzprobe:
Wie heißt der Moderator der beliebtesten deutschen Quiz-Show?
(a) Walther Kack      (b) Werner Scheiß
(c) Henner Güll          (d) Günther Jauch

Montag, 1. September 2008

Ei kucke da...Die Geschichte ist zwar keineswegs aktuell, aber war mir zumindest neu: wie ich einer kurzen Anmerkung im Rotfuchs (8/2008, S.20) entnehmen konnte, waren der notorische Dalai Lama (im Bild links) und Shōkō Asahara (rechts), der Gründer der Ōmu Shinrikyō (hierzulande als Aum-Sekte durch die Giftgasanschläge in der Tokioter U-Bahn vom 20. März 1995 wohlbekannt) offenbar gute Kumpels - und das auch noch nach besagten Anschlägen: "auf der Berliner Friedensuniversität im Spätsommer 1995, der er als Schirmherr vorstand, ließ er [= der Dalai Lama] verlauten, er sehe in Asahara einen 'Freund, wenngleich nicht unbedingt einen vollkommenen (not necessarily a perfect one)'"
Honi soit qui mal y pense...